Huflattich (Tussilago farfara)

Korbblütengewächse

HuflattichBotanisches: Die gelben Blütenkörbchen stehen einzeln, endständig an einem schuppig beblätterten Stängel. Die langstieligen, rundlich-herzförmigen Blätter erscheinen nach der Blüte, sind gezähnt, unterseits weißfilzig behaart; Zähne schwärzlich.

Standort: lichte Waldränder, Wege, Steinbrüche, Schuttstellen, an Bachrändern; feuchtigkeitsbedürftig, sehr häufig.

Sammelzeit:  Blüten: Februar-April  Blätter: ab Mai bis zum Frost

Verwendung als Wildgemüse: Die jungen Blätter die noch weich behaart sind und frische Blüten werden abgekocht als Gemüse, Saft, Salat oder mit Lungenkraut, Beinwell, Feldsalat und Giersch zu Kartoffeln als Eintopf verwendet. Gehackt aufs Butterbrot. Gute Mischung auch mit Scharbockskraut, Brennnessel und Gundermann. Die Blätter lassen sich auch wie Krautwickel verwenden. Der Geschmack ist eigenartig aromatisch.

Inhaltsstoffe:Schleimstoffe mit 30% Fructose, 25% Galaktose, 20% Glucose, 15% Arabinose, 6% Uronsäuren, ätherische Öle, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Inulin./p>

Verwendung in der Heilkunde: schleimlösend bei chronischem Husten, Staublunge, adstringierend (wg. der Gerbstoffe), daher Verwendung bei Entzündungen der Mund- und Rachen-Schleimhaut. Äußerlich als Wundmittel und bei Venenerkrankungen (frische, zerstoßene Blätter mit frischem süßem Rahm als Paste auftragen). Unterstützend bei Blähungen. Verwendet werden getrocknete Blüten und besonders Blätter 1-2 TL als Aufguss innerlich. Frische Blätter äußerlich.