Tüpfel-Johanniskraut

(Hypericum perforatum) Hartheugewächse

Botanisches: Mehrjährige, aufrechte Pflanze bis 60 cm hoch. Markiger Stängel mit 2 erhabenen Längskanten. Eiförmige Blätter, durchsichtig punktiert. 2-3 breite, goldgelbe Blüten mit 5 Kronblättern und vielen Staubgefäßen. Stehen in Trugdolden. Zerriebene Blüten färben sich dunkelrot.

Standort: Lichte Wälder, Waldränder, Brachland, Böschungen. Häufig.

Blütezeit: Juni bis August

Inhaltsstoffe: Hypericin, ätherisches Öl, Gerbstoffe, Rutin, Quercitin,  Cholin, Flavone.

Anwendung in der Heilkunde: Innerlich: Nervenmittel, besonders bei klimakterischen Depressionen, Dysmenorrhoe, Gallenmittel.

Äußerlich: Einreibungen mit Johanniskrautöl (Rotöl) bei Verspannungen, Erfrierungen, Wunden, Verbrennungen, Nervenschmerzen, Rheuma. 

Ein Allroundmittel für Körper und Geist.

Der Tee des ganzen Krautes hilft als Kur bei vegetativer Dystonie, Depressionen, Schlafstörungen, Stress und Wechseljahresbeschwerden.

Dampfbäder oder Kompressen beleben fettige, unreine Haut und leicht entzündete Mischhaut.

Klassiker der therapeutischen Öle ist das Rotöl: Hierzu werden Johanniskrautblüten in Olivenöl angesetzt und sechs Wochen in der Sonne ziehen gelassen. Auch hier die Blüten abseihen. Rotöl eignet sich hervorragend für Einreibungen und Massagen. Es löst Verspannungen und wirkt beruhigend auf die Seele.

Johanniskrautöl wirkt schmerzlindernd und durchblutungsfördernd bei Arthrose, Blutergüssen, Gliederschmerzen, Rheuma, Gicht, Verbrennungen und Verletzungen.

In unserer Praxis wird Johanniskrautöl als Massageöl zur Wirbelsäulentherapie nach Dorn-Breuß verwendet. 

Achtung: Johanniskrautöl sollte nie länger als 6 Wochen oder bei längerem Aufenthalt in der Sonne angewendet werden. (Photosensibilisierung!)