Löwenzahn (Taraxacum officinale) Korbblütengewächse

Botanisches: ausdauerndes, milchsaftführendes Kraut mit länglichen gesägten Blättern, die in einer Blattrosette stehen.

Mehrere hohle Blütenstängel mit jeweils einem dicken, gelben Blütenkörbchen, die sich zur Fruchtreife in kleine Schirmchen verwandeln (=Pusteblume), die durch den Wind weit verbreitet werden.

Standort: kommt überall und häufig vor.

Blütezeit: April bis Juni/Juli

Verwendung als Wildgemüse: die ganz jungen Blätter im Frühjahr bis Mai und die noch geschlossenen Blütenknospen. Zur leichteren Gewöhnung an den bitteren Geschmack kann man die Blätter zwei Stunden in warmes Wasser legen, um sie zu entbittern.

Die Blätter kann man als Salat genießen. Die  Blütenknospen kann man in Olivenöl scharf angebraten, mit Salz gewürzt ergibt dies eine nussartig schmeckende Gemüsebeilage oder kann gesalzen und in Estragonessig eingelegt als „Kapern“ zum Butterbrot gegessen werden.

Wer den aromatisch-bitteren Geschmack nicht mag, kann den Löwenzahn mit anderen milderen Kräutern mischen z.B. mit Taubnessel, Melde, Vogelmiere oder Giersch.

Verwendung in der Heilkunde: Der Löwenzahn hat die Eigenschaft, Schadstoffe an sich zu binden, die Leber- und Nierenfunktion anzuregen, und wirkt  gallebildend und gallenflussfördernd. Dadurch wird das Bindegewebe besser durchblutet und gefestigt und bringt Entlastung bei rheumatischen Gelenkerkrankungen. Gehört in jede Frühjahrskur und Herbstkur zum Entschlacken, es soll dann aber kurmäßig über 4-6 Wochen 2 x tgl. 1 Tasse Löwenzahntee oder Löwenzahnsaft getrunken werden. Danach fühlt man sich tatsächlich verjüngt.

Als Tee wird die ganze Pflanze mit der Wurzel, die man April-Oktober ausgräbt,  verwendet. Die Wurzel wird gewaschen und der Länge nach aufgeschnitten und mit dem Kraut zum Trocknen aufgehängt.

Löwenzahntee bereitet man, indem man 1-2 TL geschnittenes Kraut mit Wurzel mit ¼ l  Wasser übergießt und zusammen zum Kochen bringt, 1 Min. köcheln lässt und nach 10 Min. abgießt.

Die harntreibende Wirkung wird sich schnell bemerkbar machen. Die Franzosen nennen den Löwenzahn Pissenlit, was bedeutet „macht ins Bett“! Daher die abendliche Tasse am besten zwischen 17.00 und 19.00 Uhr trinken!

Inhaltsstoffe: Vitamine C + A, Bitterstoffe, Carotine,  Flavonoide, Gerbstoffe, Mineralien (viel Calcium) Spurenelemente, Cholin, Spurenelemente, Kieselsäure