Pflanze des Monats Mai

Weißdorn (Crataegus laevigata Poiret)

und Crataegus oxyacantha L.

Rosengewächse (Rosaceae)

Weißdorn

 Botanisches: Großer Strauch oder Baum bis 10 m Höhe. Zweige kahl, graugrün bis bräunlich, an der Lichtseite oft rötlich überlaufen, glänzend; ältere Zweige hell graugrün bis graubraun. Knospen ei-kugelförmig, etwas kantig, rötlich, braun bis rotbraun, zu 1 bis 2 neben den Dornen. Blütenstand dicht, reichblütig mit 9-18, etwa 0,8-1,5 cm breiten weißen Blüten. Dornen glänzend graugrün bis rotbraun, gegen die Spitze schwärzlich. Die Blätter sind oberseits dunkelgrün, unterseits heller bis bläulich-grün, kurz gestielt und dreilappig, am Rand leicht gesägt.

Standort: in lichten Gebüschen, Hecken, an sonnigen Hängen und lichten Laubwäldern.

Blütezeit: Mai - Juni

Wird auch als Hagedorn bezeichnet und oft als lebende Hecke angepflanzt. Die mehligen Früchte dienten in Notzeiten als Kaffee-Ersatz, sie lassen sich auch zu Kompott oder Marmelade verarbeiten. Das Holz ist gut für Drechslerarbeiten geeignet.

Verwendung in der Heilkunde: Aus Blüten und Früchten wird ein Herz-Kreislaufmittel gewonnen, welches das Herz stärkt, die Herzleistung verbessert und Rhythmusstörungen entgegen wirkt. Wirkt leicht blutdrucksenkend.

Blüten und Blätter werden in der Blütezeit gesammelt und schnell getrocknet; die Wirksamkeit lässt bei langer Lagerung schnell nach, so dass man in jedem Frühjahr frische sammeln sollte. Die Beeren erntet man im Herbst wenn sie ganz reif, also rot sind. Ebenfalls schnell trocknen.

2 TL Weißdornblüten oder Blüten mit Blättern werden mit ¼ l Wasser überbrüht und 20 min. ausgezogen. Man trinkt 2-3mal tgl. 1 Tasse. Honig als Süßungsmittel eignet sich gut und unterstützt die Heilwirkung.