Wildrose (Rosa rugosa)

Rosengewächse (Rosaceae)

Wildrose

Die als Hagebutten bekannten Früchte sind eigentlich Scheinfrüchte. Die im Inneren der fleischigen Hülle eingebetteten behaarten Schließfrüchte, die sogenannten Nüsschen, stellen die eigentlichen Früchte dar. Diese enthalten die Samen (=Juckpulver).


Standort: an Waldrändern und Hecken, auf tiefgründigen Lehmböden.

Blütezeit: Juni

Inhaltstoffe: sehr viel Vitamin C (400 mg/100 g) etwa 50-mal mehr als Zitronen! Aber auch die Vitamine A, B1, B2 und Mineralstoffe, Zucker und Gerbstoffe.

Verwendung in der Wildküche: aus den Hagebutten wird eine vorzügliche Marmelade bereitet. Auch zur Herstellung von Wein werden sie verwendet. Nur zur Saftherstellung eignen sie sich nicht, da sie zu trocken sind.

Die Früchte werden entkernt und aufgeschnitten, bei 40° C im Backofen getrocknet. Daraus bereitet man einen schmackhaften Tee.

Verwendung in der Heilkunde: ganze, frische Früchte werden als Kaltauszug (kurz aufkochen), oder als Fruchtmus mit wenig Zucker verwendet. (Getrocknete Früchte enthalten weniger Vitamin C!).  Wirkt vorbeugend gegen Erkältungskrankheiten und Infektionen, kräftigt die Gefäße (bei Venenleiden), wirkt mild wassertreibend bei Blasen- und Nierenleiden; mild abführend.
Vitamin C im natürlichen Verbund mit den Begleitstoffen wird wesentlich besser vom Körper aufgenommen und verwertet als chemisch hergestellte Ascorbinsäure (=Vitamin C). Mus aus frischen Früchten verabreicht man bei Appetitlosigkeit. Verwendet werden können die Hagebutten aller Rosenarten wie die Kartoffelrose (Rosa tuberosum), Hundsrose (Rosa canina)  , Heckenrose (Rosa dumetorium)  oder die schwarzen Früchte der Dünenrose.